Was „ohne Server“ wirklich heißt

Kimon Neuhoff 5 Min. Lesezeit

„Ohne Server“ ist natürlich eine Lüge — eine freundliche. Deine App läuft auf einer Maschine in einem Rechenzentrum in der EU, mit Strom, Festplatten und allem. Der Unterschied ist, wer sich darum kümmert. Hier steht, was passiert, wenn du auf Starten klickst.

Eine eigene Umgebung pro App

Jede App bekommt ihre eigene Umgebung: ein paar Container, die nur ihr gehören. Die App selbst, ihre Datenbank, wenn sie eine braucht, und bei manchen ein zweiter Dienst, etwa die Bilderkennung von Immich oder die Hintergrundjobs von Twenty. Die Container hängen in einem eigenen Netz und sehen weder andere Apps noch den Rest vom Server.

Dazu kommen feste Grenzen: so viel CPU, so viel RAM, so viel Speicher, wie du gebucht hast. Die schützen in beide Richtungen. Niemand kann dir etwas wegnehmen, und eine App, die durchdreht, reißt den Server nicht mit.

Eine Adresse mit Zertifikat

Jede App bekommt eine Adresse wie deineapp.podless.app, und der Proxy davor besorgt das Zertifikat. Unverschlüsseltes HTTP gibt es gar nicht. Trägst du deine eigene Domain ein, passiert dasselbe für sie — du setzt einen DNS-Eintrag, den Rest macht Podless.

Suchmaschinen lassen wir draußen: Jede App-Adresse sagt ihnen per robots.txt und im Header, dass es hier nichts zu indexieren gibt. Deine Dokumentenablage taucht nicht bei Google auf.

Zwei Sorten Speicher

Datenbanken und alles, was viele kleine Zugriffe braucht, liegen direkt auf der Platte im Server. Die Masse, also Fotos, Dokumente und Archive, liegt auf einem großen Speicher in Frankfurt, der für die App aussieht wie ein ganz normales Laufwerk. So kann eine App 500 GB Fotos halten, ohne dass der Server volläuft, und der Speicher kostet, was großer Speicher eben kostet.

Updates, die vorher jemand ausprobiert hat

Open Source Apps veröffentlichen oft, und nicht jede Version läuft glatt. Bevor ein Update bei dir ankommt, starten wir die neue Version auf einer eigenen Testinstanz und schauen, ob sie hochkommt und antwortet. Erst dann geht sie an die Kunden. Auf Wunsch bekommst du vorher eine E-Mail.

Was du trotzdem siehst

  • Die Logs von jedem Container, live im Dashboard.
  • Wie viel CPU, RAM und Speicher gerade weggeht, samt Reglern zum Ändern.
  • Einen SFTP-Zugang auf Zeit, wenn du an die Dateien willst.
  • Die Zugangsdaten zur Datenbank, wenn du an die Daten willst.
  • Ein Feld für deinen eigenen S3 Bucket, in den wir täglich verschlüsselt sichern.

Was wir nicht tun

Wir schauen nicht in deine Apps. Es gibt keine Analyse, kein Scannen, keine Auswertung, was du in deiner App tust. Umgebungsvariablen und Zugangsdaten liegen verschlüsselt und werden nur entschlüsselt, um deine App zu starten. Wenn du eine App löschst, ist sie weg — samt Daten. Das ist der Deal: Wir betreiben die Server, du behältst die Kontrolle. Mehr dazu unter Sicherheit & Datenschutz.

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